Post muß die Simpsons schreddern

von am Donnerstag, 23 August 2012 gegen 22:50

Der US-Postal-Service hat in den letzten Jahren etwa 318 Millionen Briefmarken mit den Köpfen der Simpson-Familie verkauft. Hört sich nach einem guten Geschäft an, ist es aber nicht. Die US-Post hatte 2009 die Nachfrage nach Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie wohl völlig überschätzt und damals 1 Milliarde Briefmarken mit einem Nennwert von je 44 Cent gedruckt. Die riesige Auflage verkaufte sich jedoch nicht.

Das könnte daran liegen, dass in den USA inzwischen das Porto für einfache Briefe von 44 auf 45 Cent erhöht worden ist. Dadurch sind die Marken mit dem alten Nennwert praktisch unverkäuflich. Die restlichen fast 700 Millionen Simpson-Briefmarken müssen jetzt von der Post geschreddert werden.

Angeblich soll der US-Postal-Service mit den Simpson-Briefmarken sogar Verlust gemacht haben. Schwer vorstellbar, denn selbst bei einer groben Überschlagsrechnung kommt man bei den Simpson-Marken immerhin auf eine Umsatz von immerhin 139 Millionen Dollar. Und da wurde kein Cent Gewinn gemacht?

Die Simpsons gehören zu den US-Sonderbriefmarken, diese Marken werden in den USA eigentlich in limitierter Auflage produziert. Sonderbriefmarken sind zudem bei Sammlern beliebt. Doch tatsächlich soll bereits in früheren Jahren jede dritte Sondermarke im Schredder gelandet sein. Laut Stern.de hat man beim US-Postal-Service keine “Vorhersagemethode”, um die Nachfrage nach Briefmarken zu schätzen.

Doch nicht nur bei den Simpsons-Briefmarken hat sich die US-Post verschätzt, auch beim Patriotismus ihrer Landsleute. Die amerikanischen Briefmarkenfreunde kauften nur 120 Millionen Marken mit der US-Flagge. Die Simpsons sind beliebter, als die amerikanische Flagge – wer hätte das gedacht.

 

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