In den USA wird der Anstieg des Meeresspiegels gestoppt – per Gesetz
Amerikas Bundesstaaten haben mit ihren Gesetzesinitiativen schon für so manchen Lacher gesorgt – beispielsweise hat Indiana 1897 ein Gesetz auf den Weg gebracht, nachdem Pi=3 ist. Die vielen Stellen hinter dem Komma waren den Politikern in Indiana einfach zu kompliziert. North Carolina hat jetzt gute Chancen auf ähnliche Art und Weise in die Geschichtsbücher einzugehen. In einer neuen Gesetzesvorlage soll vorgeschrieben werden, dass in dem Küstenstaat der Anstieg des Meeresspiegel nur noch linear zu berechnen ist. Außerdem darf in North Carolina nur noch eine einzige “State Agency” die entsprechenden Berechnungen vornehmen: “A Division of the Coastal Management”.
Hört sich nicht besonders dramatisch an, doch mit der neuen Berechnungsmethode fällt der Anstieg des Meeresspiegels in den nächsten 100 Jahren etwa 60cm niedriger aus, als bisher berechnet! Die Ergebnisse früherer Berechnungen waren den Politikern in North Carolina wohl einfach viel zu hoch. Wie gut, dass man unangenehme Realität auch einfach per Gesetz aus der Welt schaffen kann. Die neuen Zahlen beruhigen die Wähler und man kann als Politiker weiter den Klimawandel ignorieren und wieder entspannt die Beine hochlegen.
Ob sich die Natur wohl von dem neuen amerikanischen Gesetz beeinflussen lässt? Wahrscheinlich vertrauen die Politiker in North Carolina einfach auf ein göttliches Wunder, denn die Verfassungen des Bundesstaates bestimmt auch, dass keine Person ein öffentliches Amt innehaben darf, wenn von Ihr die Existenz eines höheren Wesens geleugnet wird. Der liebe Gott wird es also schon richten – zumindest in North Carolina. Der Rest der Welt baut besser höhere Dämme.




